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An Brenz und Donau im November 2021

November 11, 2021

12.11.2021, nach dem Frühstück machten wir uns heute Morgen auf den Weg nach Heidenheim an der Brenz. Bis auf wenige Kilometer auf der A7 in Höhe der Abfahrt Aalen, wo wir schönsten Sonnenschein hatten, blieb uns auf der gesamten Strecke der Nebel ein treuer Wegbegleiter. Für das Fahren war er kein Hindernis, aber um sich das Umfeld der Autobahn anzusehen störte er sehr.

In Heidenheim suchten wir uns erst einmal einen Parkplatz in der Nähe des Zentrums, da der Stellplatz in den Seewiesen

etwas weit vom Zentrum entfernt ist. Der wirklich alte Ortskern ist recht überschaubar und die historische Bausubstanz kann kaum unterschiedlicher nicht sein. Wobei doch einige recht schöne Häuser anzusehen sind.

Altes Rathaus
Knöpflesbrunnen

Was uns sehr negativ auffiel waren die vielen städtebaulichen Bausünden rund um den Übergang der Fußgängerzone über die B 466. Von Stadtplanung hat man hier wohl noch nichts gehört.

Den Besuch von Schloss Hellenstein schenkten wir uns, da man von dort oben aufgrund des Nebels keine Aussicht gehabt hätte und das Museum derzeit in der Winterpause ist.

13.11.2021, unsere Weiterfahrt führte uns heute Morgen als erstes nach Gingen an der Brenz, wo wir recht nah am Altstadtkern parken konnten. Von dem historischem Zentrum waren wir leider total enttäuscht. Viele geschlossene Läden, Lokale und Hotels und sehr viele stark renovierungsbedürftige Häuser. Einzig in der Marktstraße hatte man das Gefühl, dass in der Innenstadt noch etwas Leben ist. 

Die Stadtkirche aus dem 17. Jahrhundert mit den markant unterschiedlichen Türmen.
Die Schranne

Also nichts wie weiter. Unser nächstes Ziel war dann Langenau. Hier fanden wir zwar keine besonderen historischen Häuser aber einen sehr aufgeräumten Ort in dem uns diverse Häuser mit Storchennestern auffielen.

Unser Tagesziel war dann Günzburg an der Donau. Hier fuhren wir den Stellplatz am Waldbad an, von dem man in gut zehn Minuten zu Fuß ins Zentrum kommt.

Nach dem Kaffeetrinken ging es dann erst über die Donau

Blick auf das ehem.Günzburger Kloster von der Donaubrücke aus.

und dann über die Günz ins historische Zentrum, welches wir uns dann mit beginnender Dämmerung anschauten. Dieser Ort war sehr schön anzusehen und hier scheint das öffentliche Leben auch noch gut zu funktionieren.

Liebfrauenkirche am Kloster
von innen
Hofkirche beim Schloss

Den Abend verbrachten wir dann im warmen Womo, was nach diesem regnerischem Tag einfach gut tat.

14.11.2021, heute früh fuhren wir als erstes nach Leipheim, direkt am Ortseingang linker Hand steht ein schön renoviertes Schloss welches heute im Privatbesitz ist.

Im alten Ortszentrum gab es nur wenig schönes anzusehen, einige Häuser weckten Erinnerungen an die DDR 1989.

Schön anzusehen waren die hölzernen Gänse im Stadtgraben und der Zehnthof neben dem Schloss.

Unser nächstes Ziel war dann Gundelfingen an der Donau. Hier schien das Leben in der kleinen Stadt  noch zu existieren. Der Ort machte einen recht ansprechenden Eindruck.

Kirche Mariä Himmelfahrt

Die St. Martinkirche war leider voll eingerüstet, da hier eine Vollsanierung des Dachstuhles notwendig ist.

Als nächstes fuhren wir Lauingen an. Hier ging es auf den Stellplatz am E-Park, wo wir uns einen Platz im Schatten eines ehemaligen Wasserturmes aussuchten.

Die Ansicht des schönen Marktplatzes war leider etwas gestört durch den heute stattfindenden Martinsmarkt. Etwas seltsam am Volkstrauertag.

Das Rathaus
Der Schimmelturm am Marktplatz

Hier gefielen uns etliche historische Bürgerhäuser mit reich verzierten Giebeln, insgesamt ein recht ansprechender Altstadtkern.

Aber in den Randbereichen gibt es auch noch viele Häuser, denen ein Projekt Altstadtsanierung gut tun würde.

Kaffeetrinken und den Rest des trockenen, aber meist recht trüben Tages dann wieder im Womo.

15.11.2021, für heute stand zunächst die Besichtigung von Dillingen auf dem Programm. Durch das letzte erhaltene Stadttor, dem Mitteltorturm, gelangten wir in den Bereich in dem sich die meisten historischen Gebäude befinden.

Ein großer Teil dieser Gebäude gehört zu irgendwelchen kirchlichen bzw. weltlichen Bildungseinrichtungen. Hier sah man fast keine leeren Läden und alles machte einen gepflegten Eindruck.

Das Rathaus
Das Schloss, in dem sich heute das Finanzamt befindet.

Der nächste Ort war dann Höchstädt, hier waren außer dem Schloss, welches sich am Ortsrand befindet,

fast alle historischen Gebäude an einem großen Platz versammelt.

Auch dieser Ort war schön anzusehen.

Als letzten Ort suchten wir heute Wertingen auf. Wir fuhren direkt zu „Wohnmobilpark Wertingen“ am Bahnhof wo wir schon erwartet wurden.

Vor dem Kaffeetrinken machten wir noch einen Spaziergang in den hübschen Ort. Hier standen die historischen Häuser quasi alle entlang  der Hauptstraße.

Der Ort machte einen netten Eindruck und auch das Geschäftsleben schien hier gut zu funktionieren.

16.11.2021, nach spätem Frühstück verließen wir Wertingen und fuhren mit der schon fast täglichen Umleitung nach Donauwörth. Vom sehr zentral gelegenen Stellplatz gingen wir über sie Altstadtinsel Ried

Vor schöner Kulisse wird der Wintermarkt aufgebaut.
Blick von der Altstadtinsel auf die Stadt

in die Reichsstraße, die Hauptgeschäftsstraße der Stadt. Diese Straße, gesäumt von mächtigen Patrizierhäusern, bemalt mit bunten Farben und gekrönt von abwechslungsreichen Giebeln und Erkern, erweckt einen historischen Eindruck. Doch das täuscht, aufgrund von Bombenangriffen war hier fast alles zerstört und wurde nach dem Krieg möglichst originalgetreu wieder aufgebaut.

Heiligkreuz Kirche

Aber trotzdem war das Straßenbild schön anzusehen und die Stadt machte einen gepflegten Eindruck.

Unsere Weiterfahrt führte uns dann nach Rain auf den Stellplatz am Rand eines Festplatzes.

Auch hier lohnte sich die Ortsbesichtigung der kleinen Stadt, deren Hauptstraße von etlichen schönen historischen Gebäuden gesäumt war.

Das heutige Stadttor wurde 1973 als Nachfolger für ein früher abgebrochenes Tor gebaut.
Das Rathaus

17.11.2021, von Rain aus fuhren wir zuerst nach Neuburg an der Donau. Vom Parkplatz spazierten wir über die Donau, unter dem Schloss entlang,

zum Schrannenplatz und suchten dort die Altstadt. Doch außer einer Kirche fanden wir nur Gebäude, die nicht in unser Suchschema passten.

Nach etwas genauerer Orientierung fanden wir diese dann in der oberen Altstadt, quasi hinter dem Schloss. Die hier gut erhaltenen historischen Gebäude gehörten entweder ehemals zu den Administrativen oder es waren Kirchen. Aus unserer Sicht sehenswerte Wohn- bzw. Geschäftshäuser gab es hier nicht.

Das heutige Tagesziel war dann Ingolstadt. Der dortige Stellplatz liegt an einem Großparkplatz ganz in der Nähe der Altstadt.

Durch den Torbogen im Taschentor-Turm gelangten wir nach unserem Mittagsimbiss in die Altstadt.

Hier mussten wir uns die Fotomotive zusammensuchen, da es in der Altstadt viele nicht als historisch einzustufende Gebäude gibt.

Das „Deutsche Medizinhistorische Museum“

Das Münster „Zur Schönen Unser Lieben Frau“ und das Kreuztor.

Das alte Rathaus, der Getränkelaster schien hier angewachsen zu sein.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann wieder im Womo.

18.11.2021, nachdem wir jetzt von der jungen Donau bis zur deutschen Grenze die größeren Städte an und neben der Donau im Laufe mehrerer Reisen besichtigt haben, standen heute noch zwei kleine Orte auf dem Plan bevor wir morgen die Donau zwecks beginnender Rückreise ganz verlassen.

Als erstes fuhren wir heute nach Vohburg an der Donau. Hier konzentriert sich quasi alles Historische um den Marktplatz. Dann gibt es noch den Burgberg, auf dem sich heute anstelle einer Burg der örtliche Friedhof befindet.

Stadttor
Das Rathaus, welches früher einmal eine Kirche war.
und hier die Giebelseite
Die ehemalige Apotheke
Zugang zum Friedhof auf dem Burgberg

Der zweite Ort heute war Neustadt an der Donau, hier war noch weniger Historisches zu sehen und die meisten Läden waren hier geschlossen.

Danach ging die Weiterfahrt nach Bad Gögging auf den Stellplatz an der Limes Therme. Wie schon erwartet, wurde diese von Karin besucht und ich machte mir einen Männer-Nachmittag, was immer ihr darunter versteht, im Womo.

Den Rest des Tages im Womo.

19.11.2021, wie gestern schon angekündigt haben wir heute den Bereich der Donau verlassen und das erste Stück der Heimfahrt absolviert.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Marktbreit am Main auf dem Stellplatz “An den Mainwiesen“ an.

Obwohl wir schon mal hier waren, unternahmen wir auch hier einen Ortsrundgang. Auch hier gibt es einiges an leeren Läden aber trotzdem gibt es viele schöne Geschäfte und Gebäude.

Hier geht es rein, durch das Maintor in die Altstadt.
Der Malerwinkel, immer wieder schön.
Das ehemalige Schloss, heute ein Restaurant.
Das Rathaus
Der Breitbach
Der Marktbreiter Kranen.

Auch die Gastronomie ist hier noch gut vorhanden, im Gegensatz zu vielen anderen Orten.

Wir haben uns für gut bürgerlich entschieden und einen Tisch in der „Goldenen Traube“ reserviert.

20.11.2021, nach spätem Frühstück und langem Zeitungslesen kamen wir nach staufreier Fahrt auf der A 7 am frühen Nachmittag auf dem Stellplatz Weimarer Straße in Fulda an.

Nach dem Mittagsimbiss unternahmen wir auch hier einen Spaziergang durch das Zentrum

Der Dom zu Fulda.

Bonifatius Statue
Das Schloss

und reservierten uns für heute Abend einen Tisch im Brauhaus der Wiesenmühle.

Das Essen im Brauhaus der Wiesenmühle war voll in Ordnung und wir würden das Brauhaus wieder besuchen.

21.11.2021, auch der Rest der Heimfahrt war stau- und streßfrei, so dass wir kurz nach 12:00 nach 1087 km mit einem Durchschnittsverbrauch von 10,1 ltr. wieder gut zu Hause ankamen.

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern September 2021

September 1, 2021

02.09.2021, heute Vormittag starteten wir in Richtung Brandenburg und erreichten über die staufreien Autobahnen A7, 38, 14 und 2 gegen 17:00 den Stellplatz Am Grillendamm in Brandenburg.

Nach dem Kaffeetrinken unternahmen wir noch einen Spaziergang am Dom St.Peter und Paul

vorbei in die Stadt.

Der Rest des Tages dann am  und im Womo.

03.09.2021, bis gegen 08:00Uhr geschlafen, trotz vorbeiführender Hauptstraße. Nach dem Frühstück unternahmen wir eine Radtour auf dem Havel Radweg, der uns um eine größere Seenfläche führte.

In Kirchmöser schauten wir uns die Reste einer ehemals riesigen Industrieanlage an, in der ehedem Eisenbahnbedarf hergestellt wurde.

Wieder am Womo gab es Kaffeetrinken im Freien und anschließend eine gut einstündige Bootsfahrt auf der Havel im Stadtgebiet von Brandenburg.

Bis dann das Boot wieder verpackt war und die Fahrräder im Womo verstaut waren, war es auch schon wieder Abendessenszeit. So dass diese Zeilen nach einem schönen sonnigen Tag im Dunkeln vor dem Womo geschrieben werden mussten.

04.09.2021, heute Morgen war Frühstück mit Strickjacke angesagt, da wir bei dicht bewölktem Himmel ganze 14 Grad hatten. Anschließend fuhren wir nach Ent- und Versorgung nach Potsdam auf den Parkplatz am Krongut, der auch als Stellplatz genutzt wird. Hier sucht sich jeder den Platz der ihm gefällt.

Nach dem Mittagsimbiss ging es dann zu Fuß am Park Sanssouci vorbei in Richtung Zentrum

wo wir durch das Brandenburger Tor in die Brandenburger Straße gingen.

Mittlerweile war die Sonne rausgekommen und hier herrschte reges Treiben.

Am Ende der Brandenburger Straße steht die Kirche Peter und Paul.

Das nächste Ziel war der der Alte Markt wo neben Museen die Nikolaikirche und der Landtag zu besichtigen sind.

die Nikolaikirche.

und der Landtag zu besichtigen sind.

Der Rückweg ging dann nochmal durch die Brandenburger Straße

in Richtung des Parks Sanssouci

wo wir den Alten Fritz

und seinen bescheidenen Park besuchten.

Kaffeetrinken konnten wir dann noch im Freien, aber als die Sonne hinter den Bäumen verschwand wurde der Wind so kühl, dass wir es vorzogen den Rest des Tages im Womo zu verbringen.

05.09.2021, nach spätem Langschläferfrühstück war heute unser erstes Ziel die Stadt Fürstenwalde. Hier mussten wir feststellen, dass es so gut wie kein altes Zentrum mehr gibt. Dies wurde in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges hauptsächlich durch Artilleriebeschuss zerstört. Im Zentrum fanden wir den wiederaufgebauten Dom

und das ebenfalls wieder aufgebaute Alte Rathaus.

Die weitere Bebauung besteht hauptsächlich aus ehemaligen Plattenbauten die aber recht schön saniert wurden.

Vereinzelt konnte wir am Rand des Zentrums noch erhaltene historische Bauten finden.

Unsere Weiterfahrt führte uns dann zum Tagesziel, dem Stellplatz an der Marina in Beeskow.

Auch hier hat der alte Ortskern zum Ende des Krieges stark gelitten. Der Wiederaufbau der Kirche St. Marien ist im inneren noch lange nicht abgeschlossen und auch außen gibt es noch Restarbeiten und im direktem Umfeld stehen einige Häuser die man beim Sanieren wohl vergessen hat. Der in der Nähe liegende Marktplatz ist ganz schön anzusehen

Das älteste Haus der Stadt, saniert aber leider nicht bewohnt

und auch von der Stadtmauer gibt es noch einige erhaltene Bereiche mit gut erhaltenen Türmen.

Aufgrund der kühlen Temperatur nach dem Sonnenuntergang fand das Abendessen im Womo statt. Mal sehen wie morgen das Wetter wird.

06.09.2021, auch heute haben wir wieder lange geschlafen und das Wetter meinte es gleich morgens gut mit uns. 15,5 Grad im Schatten aber in der Sonne lies es sich schon schön Frühstücken. Nach Ent- und Versorgung und Einkauf im Supermarkt fuhren wir über die B 87 nach Frankfurt an der Oder auf den Stellplatz am Winterhafen, wo wir noch einen der nur sieben Plätze für uns ergattern konnten.

Da auch Frankfurt Oder im Kampf um Berlin zu über 90 Prozent zerstört worden war, konnten wir hier fast nur wieder errichtete historische Gebäude anschauen.

Die St. Marienkirche die heute auch für außerkirchliche Veranstaltungen genutzt wird.

Beim Wiederaufbau der Stadt wurden sehr großzügige Straßenzüge geplant und die Wohnbebauung besteht hauptsächlich aus sehr großen Gebäuden.

Am Oderufer wurden in den letzten Jahren etwas kleinere aber schön anzusehende Wohnhäuser gebaut.

Die Brücke nach Slubice / Polen
Das Ufer von Slubice

Alles in allem macht die Stadt einen recht aufgeräumten Eindruck. Nach dem Abendessen vertrieben uns fliegende Ameisen schon, bevor es zum draußen sitzen zu kalt wurde.

07.09.2021, bei schönstem Sonnenschein fuhren wir heute unser erstes Ziel Bad Freienwalde an. Hier sollte es ein historisches Stadtzentrum geben. Doch darüber lässt sich streiten. Das Rathaus mit der daneben stehenden Kirche ist recht schön anzusehen.

Auch gibt es noch einige Häuser mit historischem Charakter, aber deren Zustand ist zum großen Teil renovierungsbedürftig.

Aber insgesamt macht der Ort einen aufgeräumten Eindruck und im Zentrum gibt es fast keine leer stehenden Läden.

Die Weiterfahrt ging dann nach Niederfinow auf den Parkplatz des Schiffshebewerkes, auf dem wir auch die kommende Nacht verbringen wollen.

Nach dem Mittagsimbiss unternahmen wir dann eine Besichtigung des noch in Betrieb befindlichen Schiffshebewerkes, welches 1934 in Stahlfachwerkbauweise in Betrieb gegangen ist.

Bei der Besichtigung konnten wir uns auch gleich das Nachfolgebauwerk aus der Ferne mit ansehen, da es parallel zum alten Hebewerk seit 2009 entsteht. Allem Anschein nach wird es bis zur Inbetriebnahme auch nicht mehr lange dauern.

Während unseres Aufenthaltes auf dem Hebewerk wurde leider nur ein kleines Polizeischiff nach oben befördert, aber so konnte man zumindest die Funktion der Anlage in Betrieb sehen.

08.09.2021, nach dem Frühstück fuhren wir zuerst nach Eberswalde, wo wir uns die Stadt anschauten die wohl im Zentrum in den letzten 30 Jahren ihr Aussehen total verändert hat. Denn Ende April 1945 wurde das Zentrum von Eberswalde von der deutschen Luftwaffe bombadiert, um den Vormarsch der russischen Armee auf Berlin aufzuhalten. Die hierdurch entstandenen Freiflächen lies man während der DDR-Zeiten unbebaut und dadurch wurde nach der Wende hier ein modernes neues Zentrum gebaut.

Wir fanden aber auch viele schöne gut erhaltene historische Häuser.

Anschließend fuhren wir in das nahe gelegene Kloster Chorin.

Die Weiterfahrt ging dann zum heutigen Tagesziel, dem Stellplatz Kietz in Stolzenhagen an der Havel-Oder-Wasserstraße, wo wir einen Platz direkt am Ufer bekamen.

Nach dem Imbiss fuhren wir mit den Rädern über 19 km nach Angermünde, um uns dort den Ort anzuschauen. Auch hier fanden wir einen sehr aufgeräumten Ort mit vielen historischen Gebäuden.

Am Radweg fielen uns verschiedene schöne Kunstwerke auf.

Kurz vor Stolzenhagen konnten wir noch einen riesigen Schwarm von Wildgänsen beobachten.

Am späten Nachmittag konnten wir feststellen dass der Kanal am Stellplatz auch wirklich von Schiffen genutzt wird.

09.09.2021, auch heute konnten wir wieder bei strahlendem Sonnenschein im Freien frühstücken. Nach Ent- und Versorgung fuhren wir weiter nach Schwedt an der Oder.

Auch Schwedt wurde zum Ende des 2. Weltkrieges im Rahmen er Verteidigung Berlins unnötig zerstört. Hier waren es rund 85 Prozent der Stadtfläche. Bis auf wenige einzeln stehende Häuser handelte es sich quasi nur um einen Straßenzug im ehemaligen Zentrum.

Hier erfolgte kein Wiederaufbau, sondern Plattenbauten waren hier angesagt. Trotzdem ist Schwedt eine freundlich anzusehende aufgeräumte Stadt. Hierbei helfen vielleicht so große Industriebetriebe wie die Erdölraffinerie und die Papierfabrik als Steuerzahler. Seltsamerweise ist die Arbeitslosenquote trotzdem noch bei über 11 Prozent.

Unser Tagesziel war dann der kleine Stellplatz Suckow in der Nähe vom Oberuckersee. Zum Badestrand sind es 350 m. Da wir durch weiträumige Umleitungen erst am späteren Nachmittag ankamen, verzichteten wir aber auf Schwimmen bzw. Bootfahren.

Abendessen ging noch im Freien, aber dann zogen wir es wegen der kühlen Luft vor den Rest des Tages im Womo zu verbringen.

10.09.2021, für heute hatten wir uns eigentlich nur ein Ziel vorgenommen, doch schon beim Frühstück mussten wir umplanen. Der Campingplatz den wir gestern angeschrieben hatten, teilte uns mit dass alles belegt sei. Also einen weiteren Platz rausgesucht und direkt angefahren. Du ahnst es schon? Ja, auch dieser Platz war restlos ausgebucht. Alle guten Dinge sind drei und jetzt sind wir hier am Campingplatz Am Dreetzsee gelandet. Wir wissen zwar nicht wie die anderen Plätze gewesen wären, aber dieser ist einfach nur gut. Der uns zugewiesene Platz ist recht nah am Seeufer und trotz der vielen Bäume auch noch sonnenbeschienen.

Nach dem Kaffeetrinken haben wir dann erst einmal eine kleine Tour mit dem Boot auf dem See unternommen. Das Wasser ist glasklar und auch noch recht warm.

Der Campingplatz vom Wasser aus gesehen.

Nach dem Abendessen konnten wir noch bis spät in den Abend bei angenehmer Temperatur vor dem Womo unter der Markise sitzen.

11.09.2021, da es in der vergangenen Nacht geregnet hatte und der Himmel nach unserem Frühstück auch noch nicht so richtig wusste was er uns für ein Wetter bringen wollte, ließen wir es erst einmal ruhig angehen. Gegen 12:00 Uhr meinten wir, dass es heute keinen Regen gibt und beschlossen direkt nach dem Mittagsimbiss zu einer Bootstour zu starten. Wir hatten uns vorgenommen vom Dreetzsee über eine schmale Verbindung in den Carwitzer See zu fahren. Doch hier hatten wir bei der Planung nicht an unseren Tiefgang und die Wassertiefe zwischen den beiden Seen gedacht. Nachdem wir schon den größten Teil durch die Schilfpassage dem sogenanntem Hals geschafft hatten, bekam unser Boot Grundberührung und wir mussten uns entscheiden auszusteigen und das Boot gut 100 m hinter uns herzuziehen oder umzudrehen. Wir entschieden uns zu letzterem und fuhren zurück zum Campingplatz, um dann nach dem Kaffeetrinken noch eine kurze Radtour zu machen.

Abendessen konnten wir dann noch im Freien, doch kurz danach gab es einen heftigen Schauer der uns ins Womo trieb, wo dann der Tag ausklang.

12.09.2021, da wir mit dem Boot nicht zum Carwitzer See kamen, sind wir heute gut 2 km weiter gefahren und stehen jetzt auf dem Campingplatz „klein und fein“ in Carwitz direkt am See.

Zum Mittagessen sind wir vom CP aus mit den Rädern gut fünf Kilometer zum Restaurant Schwalbennest nach Wittenhagen gefahren. Dort gab es dann Hirschkalbsbraten mit Knödeln und Rotkraut und dazu Böitzenburger Bier. Einfach nur gut. In Wittenhagen fiel uns die achteckige Kirche ohne Turm am Friedhof auf, die erst vor einigen Jahren vor dem Verfall gerettet wurde.

Den Rückweg wählten wir dann über Feldberg, wo wir uns die oben am Berg stehende Ziegelsteinkirche ansahen bevor wir weiter nach Carwitz fuhren.

Hier steuerten wir direkt das Café Carwitzer Eck an, hier gab es ganz frischen Blechkuchen.

Anschließend besuchten wir das ehemalige Wohnhaus und heutige Museum der Schriftstellers Hans Fallada, das Haus und der Garten sind nach Renovierung ungefähr in dem Zustand wie zu der Zeit als er dort gelebt hat.

Das Grundstück Fallada mit seinem Bootshaus vom CP aus gesehen.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann vor dem Womo, Fernsehen fällt heute und morgen mangels freie Sicht zum Satelliten aus.

13.09.2021, für heute Morgen hatten wir uns eine  Wanderung vorgenommen und das Wetter hatte sich über Nacht bereits darauf eingestellt. Gefrühstückt wurde bei grenzwertigen 14,6 Grad im Freien, aber leider ohne Sonne.

Als Wanderstrecke hatten wir uns die Fridolinwanderung, benannt nach dem Dachs Fridolin aus einer Kindergeschichte von Hans Fallada.

Als erstes kamen wir an der Kirche von Carwitz mit ihrem separat stehendem Glockenturm vorbei, bevor wir in den Verbindungsweg nach Wittenhagen abbogen.

Nach einer kurzen Strecke bogen wir dann in einen Hutewaldbereich ab,

bevor der Weg dann durch schon längere Zeit unbewirtschaftete Waldbereiche immer auf einem Höhenrücken oberhalb des Carwitzsees führte.

Hier gab es viele dem Verfall preis gegebene Bäume an denen wir uns die verschiedensten Pilzarten ansehen konnten.

Nach gut einem Drittel des Weges änderten wir die Laufrichtung in Richtung Schmaler Luzin See. Hier ging es dann über einen recht steilen Weg hinunter zur Fähre mit der wir auf die andere Seeseite wechselten.

Ein Blick zurück.

Ab dort führte der Weg immer am Ufer des Sees entlang bis wir wieder in Carwitz ankamen.